* Schnittwunden triefen auch nicht ein Leben lang
Posted on März 3rd, 2010 by Veronika Christine Dräxler. Filed under Illustriert.
Ich nehme deine Schere und schneide in meine Lippe und zwar genau bei 2:16.
Der Tod ist überall, aber ich werde nicht daran sterben. Wir lachen, weil alle dieser Stein an der Schläfe trifft, aber uns mit Sicherheit nicht. Denn wir ertrinken - nicht am eigenen Blut. Wir lachen, obwohl wir nichts zu lachen haben. Und mit dem Nichts befreien wir uns. Denn wer das Nichts erkennt muss nicht länger Sein.
* Renn doch! Ankommen wirst du immer wieder.
Posted on Februar 24th, 2010 by Veronika Christine Dräxler. Filed under Selbst-Inszeniert.
Einen erkennbaren Unterschied zwischen heißem Wasser und heißen Tränen gibt es nicht, offensichtlich. Beides schlägt auf die Haut ein, bis sie rotglühend aufplatzt, wie der Lack der alten Badewanne.
Wasser, Tränen, Blut - essentielle Mischung des Lebens.
Aus der neuen Panorama-Duschzelle ist eine alte Badewanne mit abgeplatzem Lack und Schimmelpilz am Duschvorhang geworden. Vermeintliche Freiheit hat den Luxus eingebüst. Nur die Wassertemperatur ist noch brühend heiß.
Auch nackt zu tanzen macht nicht glücklich.
Alles Illusion. Konstrukt. Lügen.
Ent-täuschung ist, wenn die Haut platzt, um das rote Fleisch sichtbar zu machen.
Haut du Illusion. Fleisch du Realität. Blut du Wahrheit.
* Nebenwirkung Persönlichkeitsstörung
Posted on Februar 17th, 2010 by Veronika Christine Dräxler. Filed under Kritisiert.
Armer Pawlowscher Hund, jetzt hast du deinen Speichelfluss nicht mehr unter Kontrolle! Sie spritzt dir kein Morphium und du musst dich trotzdem übergeben. Und während sie dir dabei zusieht, trinkt sie Tenesse Whiskey on the Rocks.
Sie?
Als Miuccia (*mutmasslich eine geistige Schwester der Myfluga) geboren wurde, hatte sie schon eine Zigarette danach geraucht, während die Welt sich weiter drehte. Der Kopf ihres Opfers tat dies auch. Hatte man wie Miuccia das Tageslicht atmend erblickt, indem man jemand anderes gleichzeitig umgebracht hatte, dann war dies selbstverständlich ein andauernder Anlaß sich selbst zu feiern. Aber natürlich hatte sie, was sie wiederrum nicht wusste, gar keine Leiche hinterlassen, sondern nur eine Scheintote. (Dies würde sich mit der Zeit noch rächen!)
Miuccia war eine kalte, abrechnende Persönlichkeit. Immer wenn sie den Raum betrat wurde er eisig. Da halfen keine Wärmflaschen und keine Herzchenhandwärmer, zu solch einem Zeitpunkt war grundsätzlich jegliche Aufwärmmaßnahmen schon zu spät. Denn hatte sie sich ein Mal die Lippen blutig geleckt, nahmen zwischenmenschlichen Strategiespielen und unmenschlichen Gefühlshinrichtungen ihren natürlichen Lauf.
Sie liebte es, einem Gegenüber das Maschinengewehr hinzuhalten und es zu zwingen damit russisches Roulette zu spielen: “Na Schatz, Lust auf eine Runde Kontrollverlust?” Und alles was das Gegenüber tun konnte war, ihr alles unwiderstehlich, von ihrer hinreisenden Risikobereitschaft gefesselt, zuzusagen.
Ja und vorallem nun du, der du so distanziert über diese Zeilen liest, brauchst dich nicht sicher zu fühlen, denn insbesondere mit distanzierten Persönlichkeiten macht die Gnadenlose kurzen Prozess. Schleicht sich in deinen Kopf, bis du eingelullt bist, von ihrer melodischen Stimme in einen dämmrigen Vertrauenszustand versetzt und dann, dann hat sie dir schon einen Chip in dein Gehirn geschossen. Schmerzfrei, aber konsequenzenreich. Und ab diesem Moment bist du einer ihrer konditionierten Hunde, gesteuert mit einem elektrischen Halsband. Nicht an der Leine, aber alles andere als frei.
* He hit me and it felt like a kiss
Posted on Februar 14th, 2010 by Veronika Christine Dräxler. Filed under Selbst-Inszeniert.
Verstörend ästhetische Interpretation des Lieds hier:
Make-Up und Foto: Vroni Gruhl
* Should I stay or should you go?
Posted on Februar 10th, 2010 by Veronika Christine Dräxler. Filed under Polarisiert.

Für mich ein Tourbus.
Für dich mehr ein Wohnwagen.
Egal. Reisegefährt.
Endstation Sehnsucht hier.
* Lass Köpfe rollen - du Herzkönigin!
Posted on Februar 3rd, 2010 by Veronika Christine Dräxler. Filed under Selbst-Inszeniert.
Das Herz eine Schnecke mit einem Haus zieht die Hörner ein.
Das Herz ein Igel. Das Herz eine Eule bei Licht mit den Augen klappernd.
Zugvogel Klimawechsler Herz.
Das Herz eine Kugel gestoßen einen Zentimeter rollend. Sandkorn Herz. Das Herz der große Werfer aller Kugeln.
(Hilde Domin)
* Knusprige Hasenbraten und Kompositionsmisanthropen
Posted on Januar 30th, 2010 by Veronika Christine Dräxler. Filed under Illustriert.
Der Hase hebt Intuition, spirituelle Einsicht und intuitive Sprünge hervor.
Die Intuition hat sich vielleicht durch Angst oder Missachtung in der Vergangenheit
in Verrücktheit verwandelt.
TRAUMDEUTUNGSLEXIKON
“DIE TÜR IST ZU - VERLOREN IM WANDSCHRANK.”
apparat hase1 apparat hase2 apparat hase3 apparat hase4
PUSSY MUTTER DER SOCIETY
jeder den ich sehe ist nur halb kann nicht in dich in mich rein // nur ich und das Loch - in meinem kopf (schief und schlecht)ROTE RÜBEN hier (gar nicht mal ungut)
(apparat hase gesehen bei puchgoestown)
Und es bleibt es bleibt:
Traue keinen grauen Hasen die dir ein Kaleidoskop versprechen und als Preis dafür deine Welt entzaubern.
Denn dazu gibt es mehr als eine Geschichte. Vorallem die der schüchternen Hasenzüchterin, die ihre weißen und schwarzen Kaninchen an roten Leinen ausführt und sie nachts zur Strecke bringt. Indem sie sie - jedes einzelne - jeden einzelnen Kaninchenkopf - an eine weiße Wand knallt. Schneller und härter in ihrem ureigenen Rhythmus. Und wenn das Fell endlich platzt, kann sie mit dem Kaninchenblut die Wahrheit an die weiße Wand schreiben. Das Blut rinnt in eine silberne Wanne, in die Wanne steigt sie und taucht unter. Sie taucht auf mit rosanen Gummihandschuhen, nimmt die Hasenkörper und näht sie zu neuen Monstern zusammen. Denn der Mensch ist dazu geboren seine Kopfmonster zu beleben.
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